Terminplanung für den Campus Rutheneum vorgestellt

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Terminplanung für den Campus Rutheneum vorgestellt

Von |2016-03-22T16:34:31+00:0022 März 2016|Kategorien: Allgemein|Tags: , , |

Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn überreichte die Urkunde mit dem Förderbescheid als Premiumprojekt im Programm Nationale Projekte des Städtebaus für den Campus Rutheneum anlässlich der Mitgliederversammlung des Fördervereins des Goethegymnasiums/Rutheneum seit 1608 an den Fördervereinsvorsitzenden Michael Uhlig, Schulleiter Dr. Joachim Hensel und den Schatzmeister des Fördervereins, Dr. Harald Frank. Foto: Stadtverwaltung Gera/Uwe Müller


 

Oberbürgermeisterin Dr. Hahn zur Mitgliederversammlung des Fördervereins des Goethegymnasiums/Rutheneum seit 1608: Schulen nicht gegeneinander ausspielen

Fast acht Millionen Euro will die Stadt Gera dieses Jahr in Schulbaumaßnahmen investieren. Vorgesehen sind Mittel für das Goethegymnasium/Rutheneum seit 1608, die Grundschule 14, die Integrierte Gesamtschule, das Liebegymnasium, die Ostschule, die Staatliche Berufsbildende Schule Gesundheit, Soziales und Sozialpädagogik sowie das Zabelgymnasium. Von den rund acht Millionen Euro kommen fünf Millionen Euro aus dem Verkauf des ehemaligen Bergarbeiterkrankenhauses. Die größte Summe aus dem Verkaufserlös soll mit 2,028 Millionen Euro für die Ostschule bereitgestellt werden. 1,8 Millionen Euro aus dieser Einnahme kommen dem Campus Rutheneum zugute, 650.000 Euro der Grundschule Bieblacher Hang und 522.000 Euro dem Karl-Theodor-Liebe-Gymnasium.

Über den vorgesehenen Bauablauf für den Campus Rutheneum informierte Oberbürgermeisterin Dr. Viola Hahn am Montagabend zur Mitgliederversammlung des Fördervereins dieses Gymnasiums. Dabei dankte sie den Freunden und Förderern des Goethegymnasiums/Rutheneum für ihr langjähriges finanzielles und ideelles Engagement, mit dem sie dieses Schulbauvorhaben unterstützen. „Nun fragen Sie sich zurecht: Warum steht immer noch kein Baukran auf dem künftigen Campus-Gelände?“, wandte sich die Oberbürgermeisterin an die Versammlung. Sie schilderte, wie um Geld gerungen wurde und welche Hürden immer wieder zu meistern sind. Gleich mehrfachen Gewinn für Gera brachte der Verkauf der ehemaligen Bundesbankfiliale am Hofwiesenpark. Hier spart die Stadt nicht nur einen sechsstelligen Betrag ein, der jährlich in eine leerstehende Immobilie geflossen war. Die SRH Fachhochschule für Gesundheit hat hier ideale Bedingungen vorgefunden, um sich weiterzuentwickeln. Das findet mit der jetzt anvisierten Verdopplung der Studentenzahlen seinen Ausdruck. Mehr noch: Die Oberbürgermeisterin konnte für das Sanierungsgebiet 1,9 Millionen Euro Fördermittel sichern, die nun für ein städtisches Schulbauprojekt, den Campus Rutheneum, bereitstehen.

Im vergangenen Jahr hat sich die Stadt Gera mit dem Campus Rutheneum erfolgreich für das Programm Nationale Projekte des Städtebaus beworben. Unter 164 Bewerbern wurde der Campus als Premiumprojekt ausgewählt. Die Urkunde überreichte Oberbürgermeisterin Dr. Hahn zur Mitgliederversammlung des Fördervereins an dessen Vorsitzenden Michael Uhlig, Schulleiter Dr. Joachim Hensel sowie den Schatzmeister des Fördervereins, Dr. Harald Frank. Als Premiumprojekt erhält der Campus eine Fördersumme von 2,7 Millionen Euro – der Eigenanteil der Stadt beläuft sich auf 300.000 Euro. „Das ist eine stattliche Rendite, und wenn es dann noch für ein wichtiges Schulbauvorhaben ist, dann handelt es sich um sehr gut angelegtes Geld“, betont OB Dr. Hahn.

Für den Abriss des Gebäudes Reichsstraße 1a/b sind 500.000 Euro Fördergelder gesichert, so dass hierfür die Stadt keinen einzigen Cent aufbringen muss. Im vergangenen Jahr sind bereits die Mieter ausgezogen, darunter auch die Teile der Stadtverwaltung, die hier untergebracht waren. Positiver Nebeneffekt: Die Stadtverwaltung konzentriert sich auf weniger und vor allem eigene Gebäude, um Kosten zu sparen. Obwohl bereits die Versorgungsleitungen gekappt sind, steht der Plattenbau immer noch. Oberbürgermeisterin Dr. Hahn erläuterte vor dem Förderverein des Gymnasiums, warum das so ist: Zuerst war vorgesehen, dass die Stadt die Immobilie von der GWB „Elstertal“ im Zuge eines Grundstückstausches erhält. Das funktionierte nicht. Ein Ankauf war ebenso nicht möglich – der Stadtrat forderte, dass die Mittel über zusätzliche Grundstücksverkäufe aufgebracht werden müssen. Dafür waren geeignete Objekte und Käufer zu finden, was Zeit kostete.

Im Haushalt 2016 sind rund 3,64 Millionen Euro für den Campus vorgesehen, davon 1,8 Millionen Euro aus dem Verkauf des ehemaligen Bergarbeiterkrankenhauses. Finanziert werden davon u.a. die notwendigen 1,1 Millionen Euro Planungskosten. Die Planungsphasen 1 bis 3 beginnen im zweiten Quartal, im dritten und vierten Quartal ist der Abriss des Gebäudes Reichsstraße 1a/b vorgesehen. Im vierten Quartal 2016 beginnen die Sicherungsarbeiten am reußischen Regierungsgebäude, die bis Ende 2017 laufen. Der Neubau der Schulturnhalle beginnt im zweiten Quartal 2017 und wird Anfang 2018 abgeschlossen sein. Der Neubau des Schulgebäudes startet im ersten Quartal 2018 und soll Mitte 2019 fertig sein. Die Sanierung des ehemaligen reußischen Regierungsgebäudes steht im Jahr 2019 an.
Oberbürgermeisterin Dr. Hahn warnte davor, dass Schulen in der politischen Diskussion gegeneinander ausgespielt werden. Die Unterstellung, die Kräfte und Mittel würden nur auf den Campus Rutheneum konzentriert, ist schon mit Blick auf die Haushaltplanung 2016 haltlos. Die Oberbürgermeisterin verwies in dem Zusammenhang auch auf die Investitionsliste, auf die man sich 2015 verständigt hat. Dies dürfe nicht ständig infrage gestellt werden. Frau Dr. Hahn erinnerte daran, dass im Schulgebäude des Goethegymnasiums/Rutheneum auf dem Nicolaiberg Räume seit Jahren baupolizeilich gesperrt sind, die niemand aus der gegenwärtigen Schülergeneration bisher habe betreten dürfen. „Auch am Goethegymnasium/Rutheneum haben alle Schüler und Lehrer einen Anspruch auf zeitgemäße Lern- und Lehrbedingungen“, bekräftigte OB Dr. Hahn.

Der Förderverein mit seinen 290 Mitgliedern, das machte sein Vorsitzender Michael Uhlig deutlich, engagiert sich weiter für den Campus, „auch wenn der Kampf nicht immer einfach ist“.

Über den Autor:

Projektleiter bei Plakatwerbung in Gera und gera.digital (was geht in gera), Geschäftsführer bei Plakatzentrale - Pohland & Vollhardt GbR

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