Theatertipps zu Weihnachten

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Theatertipps zu Weihnachten

Von |2017-12-16T07:59:38+00:0016 Dezember 2017|Kategorien: Theater|Tags: , |

Wie wäre es mit einem Theaterbesuch zu den Feiertagen? Der abwechslungsreiche Spielplan von Theater&Philharmonie Thüringen ist einfach märchenhaft, hat in der Weihnachtszeit für jung und alt vielerlei zu bieten und verspricht beste Unterhaltung. Sichern Sie sich Ihre Karten aber am besten im Vorverkauf, denn eine ganze Reihe von Vorstellungen ist bereits ausverkauft bzw. sind nur noch Restkarten zu haben. Telefonische Reservierungen unter 0365-8279105 03447-585177, online buchen unter www.tpthueringen.de
Für Kurzentschlossene: Die Kasse in der jeweiligen Spielstätte öffnet jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn zum Verkauf der Restkarten.

Am Freitag, 22. Dezember, um 19:30 Uhr findet  im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera fast auf den Tag genau ein großes Konzert zum Tag der Orgelweihe vor 40 Jahren statt.  Mit diesem dritten der Orgel gewidmeten Konzert in dieser Spielzeit  finden die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Jubiläum der Sauer-Orgel ihren krönenden Abschluss. Der tönende Festakt wird gestaltet vom Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera unter der musikalischen Leitung seines Generalmusikdirektors Laurent Wagner gemeinsam mit dem renommierten Organisten Matthias Eisenberg. Es gibt einige berühmte Komponisten, in deren Œuvre die Orgel eine zentrale Rolle einnimmt. Der wohl bekannteste unter ihnen ist Johann Sebastian Bach, sodass das Konzert mit einem fulminanten Werk des einstigen Thomaskantors eröffnet wird: Präludium und Fuge Es-Dur BWV 552. Unter den Orgelfreunden kaum weniger geschätzt ist der oberpfälzische Komponist Max Reger, der mit seiner Fantasie und Fuge über B-A-C-H dem großen Meister ein klingendes Denkmal setzt. Vielleicht nicht ganz so geläufig, aber nicht weniger genial ist das Werk des Franzosen Françis Poulenc. Auch er schuf mit seinem ungewöhnlichen Konzert für Orgel, Streicher und Pauke eine wunderbar ergreifende Hommage an Bach, die bis heute die Hörer in den Konzertsälen auf der ganzen Welt begeistert. Zum stimmungsvollen Finale schließlich improvisiert Matthias Eisenberg zu weihnachtlichen Weisen. Der aus Dresden stammende und ehemals als Gewandhausorganist wirkende Musiker studierte in Leipzig an der Hochschule „Felix Mendelssohn Bartholdy“ bei Wolfgang Schetelich und gilt als Meister der freien Improvisation.

Eine Möglichkeit das Warten auf den Weihnachtsmann zu verkürzen, ist ein Theaterbesuch am 24. Dezember. Im Landestheater Altenburg heißt es um 10.30 Uhr Einsteigen ins „Tschitti Tschitti Bäng Bäng“.  Ob als Kinderbuch-Klassiker, als Musical-Fantasyfilm mit der schmissigen Musik der Sherman-Brüder oder seit 2002 als erfolgreiches Musical am Londoner West End und am New Yorker Broadway: Tschitti Tschitti Bäng Bäng fasziniert Jung und Alt – so auch die Inszenierung des Familienmusicals von Kay Kuntze in der fantastischen Ausstattung von Ducan Hayler .
Jemima und Jeremy spielen am liebsten auf dem kaputten Rennwagen ihres Nachbarn. Doch dieser soll eines Tages an einen Schrotthändler verkauft werden – sehr zum Entsetzen der beiden Kinder. Caractacus Potts, alleinerziehender Vater der beiden und pfiffiger Erfinder, erwirbt den Boliden und repariert ihn. Wegen der sonderbaren Geräusche, die das Auto beim Fahren macht, bekommt es den Namen „Tschitti Tschitti Bäng Bäng“. Doch das Wunderauto, das fliegen und schwimmen kann, weckt auch die Begehrlichkeiten anderer….
Am 1. Weihnachtsfeiertag steht dieses bezaubernde Musical um 18 Uhr auf dem Spielplan des Landestheaters.


Im Großen Haus Gera zeigt das Schauspielensemble am 24. Dezember um 11 Uhr „Aladdin und die Wunderlampe“ mit einem fliegenden Teppich und allem, was zu einem orientalischen Märchen gehört. Weitere Aufführungen am 25. Dezember 16 Uhr und 28. Dezember 18 Uhr. Ein böser Zauberer verfolgt  einen finsteren Plan: Mithilfe einer magischen Öllampe will er den Sultan stürzen und sich selbst zum Herrscher von Bagdad erheben. In der Wunderlampe soll nämlich ein sagenumwobener Dschinn wohnen, der dem Träger der Lampe Wünsche erfüllt. Der Zauberer schickt den Jungen Aladdin, ihm diese magische Lampe aus einer engen Höhle zu holen. Doch alles läuft nicht nach den Wünschen des Zauberers ab und so lässt er Aladdin in der Höhle gefangen zurück – aber Aladdin hat ja die Wunderlampe mit dem darin gefangenen Dschinn….

In Gera öffnet sich am 24. Dezember um 11 Uhr die Tür zum Puppentheater für das letzte Türchen  im Adventskalender. Da Kai Wefer um diese Zeit in Altenburg mit TSCHITTI TSCHITTI BÄNG BÄNG unterwegs ist, darf man gespannt sein, wer an seinem schon traditionellen Adventskalendertag für ihn einspringt. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

Mit seinem selbstinszenierten Solo „Die Werkstatt der Schmetterlinge“ ist Puppenspieler Tobias Weishaupt am 25. Dezember um 10 Uhr im Theater unterm Dach Altenburg zu erleben.
Er spielt für Kinder ab 5 Jahre den Erfinder Rodolfo, der bei den Gestaltern aller Dinge arbeitet und in die Fußstapfen seines berühmten Großvaters treten möchte, der den Regenbogen erfand. Rodolfo träumt von einem Baum, der wie ein Vogel singt oder von einem Tier, das wie die Sonne strahlt. Leider sind die Welt der Pflanzen, der Tiere, der Mineralien und der Gestirne streng voneinander getrennt. Wegen seiner übersprudelnden Ideen, die das Gleichgewicht der Erde ins Wanken bringen könnten, wird Rodolfo in die Insektenwerkstatt verbannt. Dort werden nur kleine, krabbelnde Tierchen erfunden, weshalb diese Abteilung ziemlich unbeliebt ist. Dennoch gibt Rodolfo nicht auf. Er träumt davon, ein Tier zu erfinden, das leicht wie ein Vogel, lebendig wie ein Insekt und schön wie eine Blume ist. Der Fantasie keine Grenzen zu setzen und die kleinen Dinge der Welt zu beachten, lehrt das fabelhafte Kinderbuch von Gioconda Belli (*1948).

Das Märchen „Rotkäppchen“ für Kinder ab 4 Jahren am 25. Dezember um 10 Uhr im Puppentheater Gera ist ausverkauft. Für das Marionettenspiel „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ am 26. Dezember um 10 Uhr gibt es noch Restkarten. Regisseurin Gabriele Hänel erzählt in ihrer Fassung fürs Puppentheater für Kinder ab 5 Jahren vom Mut eines Mädchens. Sie nutzt wichtige Zutaten des Films wie das Kennenlernen von Prinz und Aschenbrödel im Winterwald noch vor dem Ball auf dem Schloss. Mit den Mitteln des Marionettentheaters zaubert sie gemeinsam mit Ausstatter Christian Werdin die Kulissen des Ballsaales und Waldes auf die Bühne und drei Puppenspieler lassen die Puppen zu bekannten Melodien schweben. Weitere Vorstellungen am 28. und 29. Dezember um 15 Uhr.

Das Weihnachtsmärchen des Schauspielensembles in Altenburg  ist „Der gestiefelte Kater“ frei nach den Brüdern Grimm für Kinder ab 6 Jahren. Am 2. Weihnachtsfeiertag steht es um 18 Uhr zum letzten Mal auf dem Programm. Der junge Alex ist unglücklich: Er soll in der nicht gut gehenden Mühle seiner Familie arbeiten, die nicht viel abwirft, schwärmt unglücklich für die „Prinzessin“ einer Bäckerei und hat dann noch diesen eitlen Kater am Hals, der ihm als vollkommen nutzlos erscheint. Doch dieses Fellknäuel entpuppt sich als großer Retter. Der Kater kann nämlich nicht nur sprechen und singen, sondern ist zudem ein äußerst schlaues Köpfchen. Er ist der festen Überzeugung, dass es nichts bringt, kleine Brötchen zu backen. Der Kater hat größere Pläne!
Zusammen mit seinen Katzen-Kumpels hilft er Alex trickreich, sodass sich dessen Sorgen und Probleme lösen. Was er dafür haben will? Nichts weiter als ein Paar schöne Stiefel. Vielleicht kann er mit ihnen ja auch seinem Herzenskätzchen imponieren?!
In ihrer eigenen Textfassung holt Christine Bossert das Grimmsche Märchen in die Gegenwart und entführt Groß und Klein in Mühlen, kleine Backstuben und einflussreiche Großbäckereien; denn warum sollen Märchen nicht auch heutzutage geschehen können? Lieder runden die Geschichte ab.

Die Komödie „Venedig im Schnee“ am 25. Dezember um 19.30 Uhr in der Bühne am Park Gera und das NUSSKNACKER-Ballett am 26. Dezember um 18 Uhr im Großen Haus Gera sind ausverkauft.

Der ältliche Junggeselle Don Pasquale (Ulrich Burdack), der auf Freiersfüßen gehen will, sein romantischer Neffe Ernesto (Janos Ocsovi), der dadurch sein Liebesglück zerbrechen sieht und dessen gewiefter Freund Malatesta (Alejandro Lárraga Schleske), der sich auf Intrigen versteht, und die gerissene Norina (Miriam Zubieta), die den Alten an der Nase herumzuführen vermag und ihre Beziehung mit Ernesto rettet: das ist die Personage von Gaetano Donizettis Komischer Oper „Don Pasquale“, die am27. Dezember um 19.30 Uhr auf dem Spielplan im Großen Haus Gera steht. Dazu unterbreitet das Theater die Offerte TheaterJOKER, d.h. Erwachsene zahlen nur 20,- Euro auf jedem Platz, Schüler, Studenten, Azubis die Hälfte. Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera spielt unter Leitung von Generalmusikdirektor Laurent Wagner.


Aufgrund der großen Nachfrage zeigt Theater&Philharmonie Thüringen am Donnerstag, 28. Dezember, um 18.00 Uhr im Großen Haus Gera für die großen und kleinen Märchenfreunde nochmals „Aladdin und die Wunderlampe“ anstelle der ursprünglich geplanten Schauspiel-Symphonie „Menschen im Hotel“.

Wenn die märchenhaften Tage zu Weihnachten nicht ausreichen, hält das Theater noch ein Angebot am 27. und 30. Dezember, jeweils 15 Uhr bereit: Marcella von Jan spielt im Theater unterm Dach in Altenburg für Kinder ab 4 Jahre das Grimmsche Märchen „Rapunzel“. „Eene, meene, minz – ich wünsch mir einen Prinz!“ Davon träumt Rapunzel in seinem Turm. Die alte Zauberin, Frau Gotel, besucht das Mädchen täglich und steigt an Rapunzels Zopf in den Turm, der keine Tür hat. Eines Tages klettert jedoch ein Prinz hinauf … Den schönen Vers „Rapunzel, lass dein Haar herunter“ kennen sicher alle. Aber Rapunzel und ihr Prinz müssen Schlimmes erleben, bevor am Ende alles gut werden kann. Eindringlich und sanft zugleich versteht es die Puppenspielerin die Geschichte in ihrem großen Klappbilderbuch mit den kleinen Marionetten erstehen zu lassen.

Basierend auf dem Film „Sunset Boulevard“ von Billy Wilder (1950), der die glitzernde Filmwelt der Traumfabrik Hollywood ironisch hinterfragt, schuf Andrew Lloyd Webber 1993 eines der erfolgreichsten und zugleich emotional packendsten Musicals. Das Schicksal der gealterten Stummfilmdiva Norma Desmonds steht exemplarisch für alle Menschen, die gefangen in ihrer Vergangenheit, den Bezug zur Realität im Hier und Heute verloren haben. Musicalstar Angelika Milster ist in der Hauptrolle ist ein Erlebnis! An ihrer Seite als Joe Gillis Kai Wefer. Die Vorstellung am 28. Dezember im Landestheater beginnt um 19.30 Uhr und ist ausverkauft.

Theaterkasse und Besucherservice von Theater&Philharmonie Thüringen sind in Altenburg und Gera bis  Freitag, 22. Dezember, geöffnet. Bis zu diesem Termin kann man die besonderen Angebote erwerben, die sich als Weihnachtsgeschenke eignen. Für das open air Sommer-Event 2018 „Sternstunden der Oper“ am 23. Juni 2018, 21:00 Uhr, auf dem Marktplatz Gera sowie am 29. und 30. Juni 2018, 21:00 Uhr, in der Altstadt von Altenburg auf dem Marktplatz gibt es bis 22. Dezember einen Rabatt von 3,- Euro pro Karte!
Zwischen Weihnachten und Silvester gelten die gewohnten Öffnungszeiten. Über die Feiertage und am Wochenende öffnen die Kassen in der jeweiligen Spielstätte jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn. Online  ist der Kartenkauf jederzeit möglich.

Über den Autor:

Projektleiter bei Plakatwerbung in Gera und gera.digital (was geht in gera), Geschäftsführer bei Plakatzentrale - Pohland & Vollhardt GbR

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