Theatertipps zum Wochenende

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Theatertipps zum Wochenende

Von |2018-01-23T09:16:25+00:0023 Januar 2018|Kategorien: Theater|Tags: , |

Letzte Gelegenheit Akillas Karazissis ergreifende Inszenierung von Tennessee Williams fabelhaftem Stück „Endstation Sehnsucht“ im Großen Haus der Bühnen der Stadt zu sehen, ist am Freitag, 26. Januar, um 19.30 Uhr. Tennessee Williams beschreibt darin die verzweifelte Lage einer Frau, die alles verloren hat – sogar sich selbst. Als psychologische und soziale Studie beleuchtet das Stück eine von
Männlichkeit dominierte Gesellschaft, in der die feinfühlige Blanche (Anne Diemer) vergebens einen Platz sucht.
Blanche DuBois fährt zu ihrer Schwester Stella nach New Orleans und will damit aus ihrem bisherigen Leben, das sie verschleiert,  fliehen. Als sie ankommt, ist sie von den proletarischen Verhältnissen und auch von Stellas Mann Stanley geschockt. Blanches Allüren und Stolz auf ihre Zugehörigkeit zur mittellosen, aber altehrwürdigen Oberschicht der Südstaaten wiederum bringen Stanley in Rage und er kommt hinter ihre Geschichte. Das Trauma ihrer Vergangenheit kann Blanche nicht abschütteln. Der verzweifelte Versuch mit Harold Mitchell neu anzufangen, scheitert durch Stanleys Eingreifen …

„Es war einmal… – ein musikalisches Faschingsmärchen“ ist das Faschingskonzert am Samstag, 27. Januar, um 19.30 Uhr, in der Bühne am Park überschrieben ist. Dirigent Thomas Wicklein und die Märchenkapelle Altenburg-Gera führen Sie gemeinsam mit den Solisten des Musiktheaters Claudia Müller, Anne Preuß, Günter Markwarth und Alejandro Lárraga Schleske tief hinein in den turbulenten Märchenwald. Dabei begegnen uns altbekannte Märchenfiguren wie Frau Holle ebenso wie neue magische Gesellen, so ein spielverderbender Riesen-Zwerg mit seiner Zauber-Geige (Konzertmeister Martin Groskopf) oder auch ein Goldbekugelter Frosch (Karl Karliczek). Es erklingen Kompositionen von Andrew Lloyd Webber, Antonín Dvořák, Paul Burkhard, Johann Strauß, Jacques Offenbach, Paul Lincke, Camille Saint-Saëns und anderen.
Gern können Sie sich dem Anlass entsprechend kostümieren. Die drei fantasievollsten Kostümierungen erhalten eine kleine Honorierung!
Für Konzeption, Buch und Moderation zeichnen wie gewohnt der Schauspieler Karl Karliczek und Kapellmeister Thomas Wicklein, für Bühne und Kostüme Hilke Förster und für die szenische Einrichtung Anne Reitzenstein verantwortlich.


Im 257. Foyerkonzert am Sonntag, 28. Januar, um 11:00 Uhr im  Konzertsaalfoyer der Bühnen der Stadt Gera soll ganz gezielt der Blick auf drei einzelne Instrumente gelenkt werden: das Klavier, die Violine und das Horn. Es musizieren Rainer Ossott (Horn),  Judith Eisenhofer (Violine) und Evgeniya Klein (Klavier).
Gerade mit dem Horn wird die romantische Einsamkeit des Waldes assoziiert, und so liegt es nahe, es in seiner reinsten Form in einem Solowerk zu erleben. Dies ermöglicht der amerikanische Komponist Vincent Persichetti mit seiner Parable für Solo Horn, in der dieses Instrument einen lebhaften Monolog führt und dabei seine verschiedensten Klangfarben einsetzt.
In den Genuss eines Duetts von Violine und Klavier kommen die Zuhörer in der darauffolgenden Sonate von Sergei Prokofjew. Sie führt durch abwechslungsreiche musikalische Landschaften von einer Stimmung, die laut Komponisten einem über einen Friedhof streichenden Wind gleiche bis hin zu ausdrucksstarken und zuletzt quirlig-wilden Rhythmen.
Im „Finale“ des Foyerkonzerts erklingen schließlich alle drei Instrumente zusammen in einem Trio – eine Zusammensetzung, wie sie selten zu finden ist. Das wohl bekannteste, schönste und früheste Beispiel eines solchen Werkes ist Johannes Brahms‘  Horntrio in Es-Dur. Bewegt von dem Tode seiner Mutter und inspiriert von einem Waldspaziergang komponierte er ein gefühlvolles Trio, das von Idylle und Melancholie der Natur erzählt.

Nach der Uraufführung 1843 am Théâtre-Italien in Paris trat Gaetano Donizettis (1797-1848) komische Oper „Don Pasquale“ einen Siegeszug durch die Theater der Welt an. Am Sonntag, 28. Januar, um 14.30 Uhr steht Donizettis Meisterwerk in der spritzigen Inszenierung von Axel Köhler zum letzten Mal auf dem Spielplan in Gera. Vor allem wegen der subtilen Charakterisierung der Figuren und der lebendig-frischen, melodienreichen Musik begeistert Don Pasquale bis heute das Publikum.
Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Laurent Wagner. Durch Heirat will Don Pasquale die Bedingung zu einer bedeutenden Erbschaft erfüllen. Sein Neffe Ernesto soll stattdessen leer ausgehen. Als Brautwerber hat der betagte Junggeselle den Dottore Malatesta auserwählt, nicht wissend, dass dieser ein guter Freund Ernestos ist. Darum greift Malatesta zu einer List und empfiehlt ihm eine soeben erfundene Schwester namens Sofronia als Ehefrau. Dahinter  verbirgt sich niemand anderes als die junge Witwe Norina, Ernestos Brautl. Begeistert von der Intrige und in der Absicht, dem Alten einen Denkzettel zu verpassen, spielt sie mit und geht zum Schein auf die Heiratspläne ein. Als der ahnungslose Ernesto von der geplanten Vermählung des Onkels erfährt, ist er entsetzt.

Karten gibt es an den Theaterkassen, telefonische Reservierungen unter 03447-585177 bzw. 0365-8279105.

Über den Autor:

Projektleiter bei Plakatwerbung in Gera und gera.digital (was geht in gera), Geschäftsführer bei Plakatzentrale - Pohland & Vollhardt GbR

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