Theatertipps zum Wochenende 11. bis 13. Mai

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Theatertipps zum Wochenende 11. bis 13. Mai

Von |2018-05-09T06:50:03+00:009 Mai 2018|Kategorien: Theater|Tags: , |

Das Thüringer Staatsballett präsentiert am Freitag, 11. Mai, um 19.30 Uhr im Großen Haus Gera die Uraufführung „Liberace – Glitzer, Schampus und Chopin“ von Ballettdirektorin und Chefchoreografin Silvana Schröder. Die nächsten beiden Vorstellungen sind gleich am Samstag um 19.30 Uhr und am Sonntag um 18.00 Uhr. Karten sind noch erhältlich.
Der neue Ballettabend beschäftigt sich mit dem schillernden, überraschenden und tragischen Leben des amerikanischen Ausnahmepianisten Władziu Valentino Liberace (1919-1987). Zwar begann Liberace seine Laufbahn als klassischer Konzertpianist, doch schon bald war ihm die Welt der klassischen Musik nicht mehr genug. Er begeisterte sich in gleichem Maße für Jazz und Pop, für die Musicals am Broadway und für das verlockende Glitzern des Show-Business. So ernannte sich Liberace selbst zum „Mr. Showmanship“, eroberte mit seinen Klavier-Shows in kürzester Zeit das Fernsehen, und wurde in Las Vegas mit einer Gage von $100.000 pro Woche zum bestbezahlten Pianisten des 20. Jahrhunderts. Liberaces ausschweifendes Leben, seine extravaganten Kostüme und Auftritte – ob in einem weißen Chinchillapelz mit langer Schleppe, in diamantenbesetzen Anzügen, in einem verspiegelten Rolls-Royce oder mit pink gefärbten Federn aus einem übergroßen Fabergé-Ei – und nicht zuletzt die Gerüchte um seine Sexualität hielten die Presse in den USA, Großbritannien und Australien über Jahrzehnte in Atem.
In ihrem Ballett spürt Silvana Schröder der faszinierenden Persönlichkeit Liberaces nach und stellt dabei die Liebesbeziehung zu seinem Weggefährten Scott Thorson in den Mittelpunkt. Die Hauptrolle des Abends übernehmen drei Künstler gemeinsam: Schauspielkapellmeister Olav Kröger gibt den Pianisten Liberace live am Flügel, der ehemalige Ballettdirektor Peter Werner-Ranke spielt den alten Liberace und der Tänzer Jon Beitia Fernandez übernimmt die Rolle des jungen Liberace. Filip Kvačák tanzt die Rolle des langjährigen Liebhabers Scott Thorson.
Die Ausstattung übernahm Verena Hemmerlein. Mit einer Musikauswahl von Klassik, Jazz, Pop und Broadway-Hits lädt das Thüringer Staatsballett mit Liberace – Glitzer, Schampus und Chopin zu einem vielseitigen, unterhaltsamen und nachdenklich stimmenden Ballettabend ein.

Am Freitag, 11. Mai, um 19.30 Uhr öffnet sich im Puppentheater der Vorhang für JEDERMANN, das Mysterienspiel vom Sterben des reichen Mannes  von Hugo von Hofmannsthal (1874-1929), das durch die Salzburger Festspiele international Bekanntheit erlangte. Nun unternimmt es Marcella von Jan, eine exzellente Puppenspielerin, die moralische Geschichte allein auf die Bühne zu bringen. Am Cello unterstützt sie Matthias von Hintzenstern auch mit Obertongesängen. Der reiche Herr Jedermann führt ein frevelhaftes Leben. In seiner Todesstunde verlassen ihn alle…. Seine guten Taten sind zu schwach, um mit ihm vor Gott zu treten. Hofmannsthal wollte diese Geschichte aus dem 15. Jahrhundert wieder zum Leben erwecken und ihre zeitlose Wahrheit vor Augen führen.

Das Mehrgenerationen-Ensemble der TheaterFABRIK spielt am Freitag und Sonntag um 20 Uhr in der Tohalle „Der Meister und Margarita“, ein diabolisch-groteskes Spiel nach Michail Bulgakow. In seinem poetischen und theatralisch-effektvollen Werk erzählt Bulgakow die Faust-Geschichte neu. Denn der Teufel ist in Moskau und bringt den jungen Dichter Ivan dazu, an sich selbst, seinen literarischen Fähigkeiten und schließlich an der ganzen Welt zu zweifeln. In einer absurd-komischen Mischung aus christlicher Mystik und entlarvender Menschenkenntnis trifft Ivan in der Nervenheilanstalt auf den „Meister“, die unglückliche Margarita geht einen Pakt mit dem Teufel ein, um ihre Liebe wiederzufinden und zu guter Letzt werden wir Zeuge einer etwas anderen Geschichte um Pontius Pilatus, der doch so gern mit dem Verurteilten Jeschua geredet hätte …

Der „Kuh Rosmarie“ gehört die Bühne im Puppentheater am Samstag, 12. Mai, um 16 Uhr. Lys Schubert spielt die herrliche Geschichte, die auf einen Bauernhof führt, für Kinder ab 5 Jahre. Eigentlich könnten alle Bauernhoftiere glücklich sein. Aber die Kuh Rosmarie hat an allen etwas auszusetzen. Das Schwein soll sich nicht schmutzig machen, der Hund länger kauen und der Goldfisch sich endlich eine Badehose anziehen. Lange Zeit beobachtet der Bauer, wie Rosmarie mit den anderen umspringt. Dann reicht es ihm! Er kauft ihr ein Flugticket, das sie möglichst weit weg bringt – nach Afrika. Endlich können alle wieder tun, wozu sie Lust haben. Eines Nachts jedoch kommt ein Löwe auf den Hof, da er es zuhause nicht mehr aushält: Er sollte seine Mähne kämmen und eine Schleife hinein binden. Und er bleibt nicht der einzige, der vor der Kuh aus Afrika flieht …

Über den Autor:

Projektleiter bei Plakatwerbung in Gera und gera.digital (was geht in gera), Geschäftsführer bei Plakatzentrale - Pohland & Vollhardt GbR

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