Theatertipps zum Wochenende 15. – 17. Juni

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Theatertipps zum Wochenende 15. – 17. Juni

Von |2018-06-13T16:58:34+00:0013 Juni 2018|Kategorien: Theater|Tags: , |

Für die ausverkauften Vorstellungen  „Die Känguru-Chroniken“ am Freitag um 19.30 Uhr und am Sonntag um 18.00 Uhr in der Bühne am Park  wie auch für das Musical „Sunset Boulevard“ am Samstag um 19.30 Uhr im Großen Haus bleibt Interessenten nur die Kartennachfrage an der Abendkasse.

Im Puppentheater spielt am Samstag, 16. Juni, um 16 Uhr Tobias Weishaupt für Kinder ab 3 Jahre die Geschichte „Irgendwie Anders“ nach dem bekannten Kinderbuch von Kathryn Cave und Chris Riddell.  Er schlüpft in die Rolle eines Malers und Tapezierers, dem  bei der Arbeit langweilig wird und der sein Arbeitsmaterial neu entdeckt: In Handumdrehen werden aus Lappen, Pinseln und Farbe Figuren, die ein ganz besonderes Eigenleben entwickeln. Mit ihnen erzählt er die Geschichte von Irgendwie Anders. Irgendwie Anders unterscheidet sich, wie es heißt, auf eine besondere Art und Weise von den Anderen. Deshalb wollen die Anderen auch nicht mit ihm spielen und toben – und dabei gibt sich Irgendwie Anders die größte Mühe wie die Anderen zu sein. Ganz allein lebt es auf einem Berg und fragt sich, warum es irgendwie anders ist. Bis eines Tages das Etwas an seine Tür klopft …
Mit den Allegorien Irgendwie Anders und Etwas ermutigt das Stück, Verschiedenheit als Chance zu begreifen, anstatt nach Gleichheit in der Gesellschaft zu streben. Andersartigkeit wird nicht als Mangel, sondern als Bereicherung erkannt, die zum phantasievollen und kreativen Umgang miteinander und der Umwelt einlädt.

Mit Mozarts Wort  „Ohne Musik wärʼ alles nichts“ ist das letzte Foyerkonzert der Saison am Sonntag, 17. Juni, um 11:00 Uhr im Konzertsaalfoyer der Bühnen der Stadt Gera überschrieben und zwei Perlen der Kammermusikliteratur stehen auf dem Programm.
jDas Streichquartett Nr. 15 d-Moll KV 421 von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) erinnert an gleich zwei bedeutende Aspekte im Leben des Komponisten: Einerseits an seine große Verehrung zu „seinem lieben Freund Joseph Haydn“, dem er sein Konvolut von sechs Streichquartetten –darunter KV 421 – voller Zuneigung widmete. Andererseits an die Geburt seines ersten Kindes, von deren nächtlichen Strapazen sich der Gatte durch das Komponieren ablenkte. Wie dies vonstattenging, schildert der Mozartbiograf und zweite Mann von Constanze Weber, Nikolaus von Nissen: „So oft sie Leiden äusserte, lief er auf sie zu, um sie zu trösten und aufzuheitern; und wenn sie etwas beruhigt war, ging er wieder zu seinem Papier. Nach ihrer Erzählung wurden der Menuett und das Trio gerade bey ihrer Entbindung componirt.“ Angeblich sind im Menuett in den Ausrufen der ersten Geige die Schmerzensschreie der Gebärenden zu hören.
Weitaus willkürlicher scheint die Entstehung des Klavierquintetts Nr. 2 A-Dur op. 81 von Antonín Dvořák (1841-1904). Die Legende besagt, dass dem Komponisten beim Herumstöbern zufällig sein erstes Klavierquintett in die Hände fiel und er mit dessen Qualität so unzufrieden war, dass er ein gänzlich neues Werk in gleicher Besetzung, Tonart und Anlage schrieb. Dieses gelang so ansprechend und originell, dass es bis heute eines der meistgespielten Werke Dvořáks ist. Mannigfaltige melodische Erfindung, üppiger Klang, perfekte Form sowie Volkstümlichkeit neben spätromantischem Pathos prägen die Partitur des Meisterwerks. Es musizieren Anne-Sophie Kühne und  Johannes Neupert (Violine), Louise Denis-Nesprias (Viola), Jesús Antonio Clavijo Rojas (Violoncello) und Takahiro Nagasaki (Klavier).

Die Theaterkasse in der jeweiligen Spielstätte öffnet eine stunde vor Vorstellungsbeginn, Telefon 0365 82 79 105 oder 03447 585 160.