Theatertipps zum Wochenende 19. bis 21. Juni

Navi://Theatertipps zum Wochenende 19. bis 21. Juni

Theatertipps zum Wochenende 19. bis 21. Juni

Von |2015-05-19T17:53:26+00:0019 Mai 2015|Kategorien: Theater|Tags: , , |

Ballettdirektorin Silvana Schröder geht in ihrer Interpretation von Sergej Prokofjews Klassiker Romeo und Julia op. 64 „Mercutios Geheimnis“ nach. Die Uraufführung ist am Freitag, 19. Juni, um 19.30 Uhr im Großen Haus der Bühnen der Stadt. Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera spielt unter der Leitung von Takahiro Nagasaki. Es tanzt das Thüringer Staatsballett. Für Bühnenbild, Kostüme und Video zeichnet Andreas Auerbach verantwortlich. Die zweite Aufführung ist am Sonntag 14.30 Uhr. Für beide Vorstellungen sind noch Karten erhältlich.
Shakespeares Tragödie „Romeo und Julia“ ist eines der meistgespielten Werke auf den Bühnen der ganzen Welt. Die Ballettdirektorin des Thüringer Staatsballetts hinterfragt in „Mercutios Geheimnis“ gewohnte Sichtweisen auf die bekannte Liebesgeschichte. Wie der Titel verrät, avanciert Mercutio zur Hauptfigur. Er ist Romeos bester Freund und scheint das Leben und die Liebe nicht besonders ernst zu nehmen. In dem Machtgefüge der verfeindeten Familien Capulet und Montague, denen die Liebenden Julia und Romeo angehören, ist er immer wieder Provokateur und letzten Endes derjenige, der die unabwendbare Katastrophe der Geschichte heraufbeschwört.
Mercutios nur wenige Bühnenauftritte sind folgenreich, lassen aber gewöhnlich kaum Zeit, sich mit dieser Figur in all ihrer Komplexität auseinanderzusetzen. In ihrer Inszenierung versucht Silvana Schröder der Figur Mercutio neu zu begegnen und wirft Fragen auf wie: Wer ist Mercutio? Was verbirgt sich im Inneren des Draufgängers und Spaßvogels? Welche Rolle nimmt er inmitten der verfeindeten Lager Capulet und Montague ein? Nur die des loyalen Freundes? Und: Interessiert ihn die Liebe tatsächlich nicht? Oder ist er derjenige, dem der Frauenheld Romeo wieder einmal zuvorgekommen ist?
Wer Silvana Schröders Ballett „Schwarzer Schwan“ kennt, in dem sie Tschaikowskis „Schwanensee“ neu interpretiert, wird mit Spannung auf die Enthüllung von „Mercutios Geheimnis“ warten. Nach der Premiere ist das Publikum herzlich auf der Premierenfeier im Theaterrestaurant willkommen.

Im letzten Theatercafé dieser Spielzeit, zu dem die Gesellschaft der Theater- und Konzertfreunde Gera e. V. am Samstag, 20. Juni, um 14.30 Uhr, in die Bühne am Park Gera einlädt, ist die Flötengruppe des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera, angeführt durch den Solo-Flötisten Andreas Knoop, zu Gast. Neben vielen Musikeinlagen bietet der Nachmittag im Gespräch mit Gastgeber Günter Markwarth Einblicke in den Orchesteralltag und die Vielfalt der Flöteninstrumente.
Karten für das Theatercafé zum Preis von 12 € sind an der Theaterkasse erhältlich. Im Kartenpreis sind Kaffee bzw. Tee und Kuchen sowie ein Glas Sekt für die Pause inbegriffen.

Alle, die sich auf einer Bühne zum ersten oder wiederholten Male ausprobieren möchten, haben die Möglichkeit, in der neuen Folge der Soap der TheaterFABRIK von Theater&Philharmonie Thüringen mitzumischen. Da es sich bei dieser Reihe um Uraufführungen handelt und die Texte aus dem Ensemble heraus entwickelt werden, veranstaltet die TheaterFABRIK einen Kennenlernworkshop am Sonntag, 21. Juni, von 10 bis 13 Uhr in der Tonhalle in Gera, zum gegenseitigen Beschnuppern.
„Die Rache“ ist der Titel von Folge VI, die das Genre Krimi durchdekliniert.  Vom unausweichlichen Mord bis hin zu Wiedergängern, von Liebe bis Intrige, von Mut bis Verzweiflung ist  alles dabei, was Suspense verheißt.
Die Premiere ist für den 13. November geplant. Ab Mitte Juni wird montags und donnerstags von 17 bis 20 Uhr geprobt,  in der Endprobenwoche vom 9. bis 12. November täglich 17 bis 20 Uhr.
Anmeldungen oder Fragen bearbeitet die TheaterFABRIK unter 0365-82147859 oder per Mail an: info@theaterfabrik-gera.de

Zum zweiten Mal beteiligt sich die Stadt Gera am 21. Juni an der „Fête de la Musique“. Nach dem großen Erfolg beim Start 2014 ist auch das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera unter Leitung seines aus Frankreich kommenden Generalmusikdirektors Laurent Wagner wieder mit von der Partie und gestaltet das Abschlusskonzert um 19.30 Uhr auf dem Marktplatz.  Unterstützt werden die Musiker dabei vom Opernchor von Theater&Philharmonie Thüringen und vom Philharmonischen Chor. Bei schlechtem Wetter findet das Konzert in der Johanniskirche statt. Der Eintritt ist frei!
Auf dem Programm stehen so bekannte Titel wie Georges Bizets Ouvertüre zu seiner Oper „Carmen“, der Gefangenenchor aus Verdis Oper „Nabucco“ oder Edward Elgars „Pomp and Circumstance“. Ausschnitte aus Carl Orffs „Carmina Burana“ wollen die Lust auf die Aufführung der Szenischen Kantate zum Open Air im Juli wecken.
Das Musikfest hat französische Wurzeln. Im Jahr 1981 regte der französische Kultusminister Jack Lang an, immer am 21. Juni Straßen und Plätze der Städte für Musik jeder Gattung freizugeben. Die Fête de la Musique war geboren und ist in ganz Frankreich zu einem feststehenden Kulturereignis geworden. Längst hat sich diese Idee globalisiert. Das Musikfest verbindet inzwischen die Menschen in über 500 Städten weltweit. In Deutschland beteiligen sich etwa 50 Städte. In Thüringen wird die Fête de la Musique in Meiningen, Erfurt, Weimar und seit 2013 auch in Jena organisiert.
Mit der „Fête de la Musique“ in Gera soll die Innenstadt zum Klingen gebracht werden. Ein breites Publikum hat an diesem Tag Gelegenheit, Musik ganz unterschiedlicher Stilrichtungen an verschiedenen Standorten zu begegnen.
Alle Veranstaltungen sind öffentlich und ohne Eintritt zugänglich, sie sind frei von kommerziellen Absichten. Die teilnehmenden Musiker und Sänger treten ohne Honorar auf. An diesem Tag kommt die Musik zu den Menschen. Dieses Straßenmusikfest ist Ausdruck deutsch-französischer Freundschaft und französischer Lebensfreude. Lassen Sie sich davon anstecken.

Über den Autor:

Projektleiter bei Plakatwerbung in Gera und gera.digital (was geht in gera), Geschäftsführer bei Plakatzentrale - Pohland & Vollhardt GbR

Hinterlassen Sie einen Kommentar