Theatertipps zum Wochenende 2. bis 4. März

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Theatertipps zum Wochenende 2. bis 4. März

Von |2018-03-01T12:34:54+00:001 März 2018|Kategorien: Theater|Tags: , |

Regisseur Kobie van Rensburgs Inszenierung und Ausstattung von Mozarts Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“  bringt am Freitag und Samstag um 19.30 Uhr dank raffinierter Videotechnik wieder märchenhafte Kulissen auf die Bühne im Großen Haus Gera. Der geballte Zauber des Orients mit Palmen, Palästen und Kamelen stürmt in rascher Folge auf das Publikum ein. So wird die turbulente Geschichte als bunter Bilderbogen erlebbar: Konstanze, ihre Bedienstete und Freundin Blonde sowie deren Freund Pedrillo fallen auf einer Seereise Piraten in die Hände, die sie auf einem Sklavenmarkt verschachern. So geraten sie ins Haus des Bassa Selim. Dieser verliebt sich in Konstanze und umwirbt sie. Blonde überlässt er seinem Aufseher Osmin. Belmonte, Konstanzes Verlobter, findet nach abenteuerlicher Suche das Serail. Sein Diener Pedrillo, der beim Bassa mittlerweile als Gärtner tätig ist, schleust ihn in den Harem. Sie schmieden einen Plan, um ihre Bräute zu befreien. Doch die Entführung scheitert und das Leben der vier Unglücklichen liegt in der Hand des Bassas…

Zum nächsten Theatercafé lädt die Gesellschaft der Theater- und Konzertfreunde Gera e. V. am Samstag, 3. März, um 14.30 Uhr, in die Bühne am Park ein.
Zu Gast bei Günter Markwarth sind an diesem Nachmittag zwei Sänger: der in Istanbul geboren Ugur Okay  ist seit Spielzeitbeginn Bass im Opernchor und der Tenor Florian Neubauer aus dem Thüringer Opernstudio ist aktuell in der Musiktheaterproduktion „Die weiße Rose“ als Hans Scholl in Gera zu erleben. Am Klavier werden die beiden bei ihren musikalischen Beiträgen von Yuka Beppu begleitet.
Dazu gesellen sich mit Julia Friedrich eine Frau aus der Männer-Domäne Bühnentechnik und der neue Theaterfotograf Ronny Ristok.
Karten für das Theatercafé sind zum Preis von 12 € inklusive Kaffee bzw. Tee und Kuchen sowie einem Glas Sekt in der Pause oder zum Preis von 8,- Euro ohne Kaffeegedeck und Sekt an der Theaterkasse erhältlich.


Das Stück “Piratenmolly. Ahoi!“ erzählt auf poetische und zauberhafte Art für Kinder ab 6 Jahren  von Wünschen, genutzten Chancen und einem Quäntchen Glück. Das Leben ist, was man daraus macht, und es kann schon entscheidend sein, ob man im richtigen Moment eine Hose trägt oder einen Rock. Verwegen mit feuerrotem Haar erzählt Sabine Schramm die Geschichte von Molly Kelly. Das Solo für eine Figuren- und Schauspielerin von Eva-Maria Stüting ist am Sonntag, 4. März, um 11 Uhr in der Bühne am Park zu sehen und bietet Theater für die ganze Familie –  eine faszinierende Geschichte über die Chancen und den Sinn des Lebens.

Im Mittelpunkt des 258. Foyerkonzerts am Sonntag, 4. März,  um 11:00 Uhr im Konzertsaalfoyer der Bühnen der Stadt stehen zwei der bedeutendsten Komponisten der deutschen Barockmusik: Georg Philipp Telemann (1681-1767) und Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788). Während der erste als Nestor dieser Epoche gilt, kann sein Patenkind fast schon als Avantgardekomponist bezeichnet werden. Heute steht Carl Philipp Emanuel zumeist im Schatten seines nahezu omnipräsenten Vaters, das war zu seinen Lebzeiten jedoch anders: Wenn um 1760 jemand Bach meinte, dann diesen Carl Philipp Emanuel und nicht Johann Sebastian! Er war ein erfolgreicher und angesehener Komponist, dessen Werke – vor allem seine Sinfonien wie die kirchenmusikalischen Werke – sich im protestantischen Deutschland eines hohen Ansehens und großer Beliebtheit erfreuten. Eine interessante Parallele zwischen Telemann und seinem Patenkind ist, dass beide in Folge das Amt des Musikdirektors der Hamburger Kirchen innehatten, ein bürgerliches und hochdotiertes Amt. Telemann indes stand seit frühester Zeit, als er noch Hofkapellmeister in Eisenach war und Johann Sebastian Bach seinerseits in Weimar, im freundschaftlichen Kontakt zur Bachschen Familie. Dies gegenseitige Aufmerken erhielt sich auch in allen kommenden Lebensjahrzehnten. Und so erklingen im 258. Foyerkonzert kammermusikalische Kleinode dieser beiden sich so nahestehenden Komponisten. Es musizieren Andreas Knoop (Flöte), Albrecht Pinquart (Oboe), Annegret Knoop (Violine), Jesús Antonio Clavijo Rojas (Violoncello) und André Kassel (Cembalo).


Am Sonntag, 4. März, um 18 Uhr stellen sich in der Bühne am Park Tänzerinnen und Tänzer des Thüringer Staatsballetts als „Junge Choreografen“ vor. In insgesamt elf jeweils für sich stehenden Choreografien zeigen die Ensemblemitglieder Stefania Mancini, Yuri Hamano, Jéssyca Rett, Rina Hayashi, Hudson Oliveira, Yi Han, Fabio Boccalatte und Vinícius Leme ihre Kreativität und individuelle Bewegungssprache.
Ob Soli, Duette oder Gruppenchoreografien – den jungen Tanzschaffenden waren weder formal noch inhaltlich Grenzen gesetzt. Die große choreografische und musikalische Vielfalt des Abends – von intimen Duetten zu Musik bedeutender zeitgenössischer Komponisten wie Max Richter und Ólafur Arnalds über live am Klavier begleitete Spitzentanzvariationen zu Chopins Nocturnes und Walzern bis hin zu deutschem Elektropop – bietet tänzerischen Genuss für Liebhaber der Klassik und der Moderne.

Das Thüringer Staatsballett und die Band Keimzeit gastieren am 2. März um 19.30 Uhr gemeinsam mit Silvana Schröders Inszenierung „KeimZeit“ im Theater Erfurt.

Karten sind an der Theaterkasse erhältlich, Telefon 0365-8279105 oder 03447-585160.

Über den Autor:

Projektleiter bei Plakatwerbung in Gera und gera.digital (was geht in gera), Geschäftsführer bei Plakatzentrale - Pohland & Vollhardt GbR

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