Theatertipps zum Wochenende 4. bis 6. Mai

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Theatertipps zum Wochenende 4. bis 6. Mai

Von |2018-05-01T18:51:22+00:001 Mai 2018|Kategorien: Theater|Tags: , |

Bereits zum dritten Mal gastiert am 4. Mai um 19.30 Uhr in der Bühne am Park das Metropolitan Jazz Quartett. „I’m on my way“ haben Pianist Alexander Beer, Gitarrist Jens Weiss und Bassist Mirko Schmidt mit Bruder Danny an den Drums den Abend überschrieben und versprechen Jazz vom Feinsten. Das Programm ist ein Mix aus eigenen Titeln von Beer, die im Quartett arrangiert wurden, mit lateinamerikanischen, stark vom Schlagzeug geprägten Jazzrhythmen, ebenfalls im Zusammenspiel bearbeitet.
Als Sängerin kommt Julienne Brembach dazu, Siegerin im Fach Populärmusik beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Alle Beteiligten des Konzerts kommen vom Goethe-Gymnasium/Rutheneum. Während Alexander Beer dort seit 1999 unterrichtet, sind die anderen ehemalige Schüler, die inzwischen als Musiker ihren Weg gehen. Ein weiterer Mitstreiter ist Frank Lohse, ebenfalls Lehrer an dieser Schule. Er wird während des Konzerts auf einer quadratischen Ein-Meter-Fläche malen, was er zu dem Gehörten assoziiert.

In der Theaterfabrik in der Tonhalle liest der vielfache Literaturpreisträger Clemens Meyer am 4. Mai um 20 Uhr aus seinem Kurzgeschichtenband „Die stillen Trabanten“.
Ein Lokführer, der die Nachtfahrten liebt, bis ein lachender Mann auf den Schienen steht. Ein Wachmann, der seine Runden um das Ausländerwohnheim dreht und sich in die Frau hinter dem Zaun verliebt. Ein Imbissbudenbesitzer, der am Hochhausfenster steht und auf die leuchtenden Trabanten der Nacht schaut. Souverän, rauschhaft und traumwandlerisch sicher erzählt Clemens Meyer von verlorenen Schlachten und überwältigenden Wünschen. Es sind Geschichten aus unserer Zeit, so zerrissen wie unser Leben, so düster wie die Welt, so schön wie die schönsten Hoffnungen.
Beginn ist 20 Uhr, die Ticketpreise an der Abendkasse liegen bei 6€ sowie 4,50€ ermäßigt (Senioren, ALG-Empfänger, Studenten). Der literarische Salon ist eine Veranstaltung von Lese-Zeichen e. V. und Corvus e. V.

Ausverkauft ist die Aufführung von Marc-Uwe Klings „Känguru-Chroniken“ am Samstag um 19.30 Uhr in der Bühne am Park. Interessenten bleibt nur die Nachfrage an der Abendkasse nach Restkarten oder die rechtzeitige Reservierung für Vorstellungen im Juni.

Letzte Gelegenheit, die Schauspiel-Revue „Die große Liebe war es nicht“ zu erleben, ist am Sonntag, 6. Mai, um 14.30 Uhr im Großen Haus Gera. Erzählt wird anhand ihrer Schlager ein Stück Lebensgeschichte von Ruth Brandin (*1940), die eine steile Karriere von der Krankenschwester zum international gefeierten Schlagerstar machte. Als die Staatssicherheit sie anwerben wollte, ihre Kollegen zu bespitzeln, lehnte sie ab. Von da an konnte sie keine Schallplatten mehr aufnehmen.
In der Revue kann das Publikum durch die Augen Ruth Brandins das Leben in der DDR von Ende der Fünfziger bis Anfang der Siebziger nachvollziehen. In einem Kaleidoskop von Erinnerungen, Berichten und Liedern spürt die Revue der Biografie einer beeindruckenden Frau und dem Lebensgefühl einer vergangenen Zeit nach. Dabei erklingen unvergessene Schlager wie „Papagei-Twist“, „Nie zuvor war ein Abend so schön“ und „Mich hat noch keiner beim Twist geküsst“, die Ruth Brandin einst interpretiert hat. Die Autoren Svea Haugwitz und Manuel Kressin haben sich auf die Reise begeben, um gemeinsam mit Ruth Brandin deren Leben Revue passieren zu lassen. Eine junge Frau, die ohne Rücksicht auf Verluste bis heute sagt, was sie denkt, erzählt uns ihre Geschichte.
Ruth Brandin kommt zur letzten Vorstellung noch einmal nach Gera.

Karten an der Theaterkasse,  Telefon 03447-585177 oder 0365-8279105.

Über den Autor:

Projektleiter bei Plakatwerbung in Gera und gera.digital (was geht in gera), Geschäftsführer bei Plakatzentrale - Pohland & Vollhardt GbR

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