Theatertipps zum Wochenende

Navi://Theatertipps zum Wochenende

Theatertipps zum Wochenende

Von |2017-10-19T16:54:09+00:0019 Oktober 2017|Kategorien: Theater|Tags: , |

Mit der Premiere von Donizettis Komischer Oper „Don Pasquale“ startet das Musiktheater am Freitag, 20. Oktober, um 19.30 Uhr in Gera heiter in die Saison. Die nächste Vorstellung ist gleich am Sonntag um 14.30 Uhr. Nach der Uraufführung im Jahr 1843 am Théâtre-Italien in Paris trat Gaetano Donizettis (1797-1848) komische Oper einen Siegeszug durch die Theater der Welt an. Vor allem wegen der subtilen Charakterisierung der Figuren und der lebendig-frischen, melodienreichen Belcanto-Musik begeistert „Don Pasquale“ bis heute das Publikum. Nach den erfolgreichen Aufführungen in der vergangenen Spielzeit in Altenburg hat nun das Geraer Publikum das Vergnügen.
Mit Axel Köhler, bis Ende der Spielzeit 2015/16 Intendant der Oper Halle, konnte ein renommierter Regisseur für die Neuproduktion gewonnen werden. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Laurent Wagner. Die Aufführung erfolgt in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln. Bühnenbild und Kostüme entwarf Arne Walther. Der Chor singt in der Einstudierung von Holger Krause.
In der Titelpartie ist Ulrich Burdack (Bass) zu erleben, der nach Engagements am Tiroler Landestheater Innsbruck, den Opern Kiel und Halle seit voriger Spielzeit in Ostthüringen engagiert ist. In den Partien des Doktor Malatesta und Ernesto stellen sich zwei neuengagierte Sänger vor: der junge Bariton Alejandro Lárraga Schleske aus Mexiko, der über Stationen im Zürcher Opernstudio, die Schlossfestspiele Rheinsberg und das Theater Freiburg nach Gera kam und der Tenor János Ocsovai aus Ungarn, der die Staatsoper Budapest, das Staatstheater Kassel sowie das Staatstheater Saarbrücken zu seinen Stationen zählt. Die spanische Sopranistin Miriam Zubieta hat in dieser Spielzeit ein Festengagement bei Theater&Philharmonie Thüringen erhalten und stellt sich in der Partie der Norina vor.
Durch eine Heirat will der unersättliche Don Pasquale die Bedingung zu einer bedeutenden Erbschaft erfüllen. Sein Neffe Ernesto soll stattdessen leer ausgehen. Als Brautwerber hat der betagte Junggeselle Dottore Malatesta auserwählt, nicht wissend, dass dieser ein guter Freund Ernestos ist. Darum heckt Malatesta eine List aus und empfiehlt ihm eine soeben erfundene Schwester namens Sofronia als Ehefrau. Hinter diesem falschen Namen verbirgt sich in Wahrheit die junge Witwe Norina, welche eigentlich Ernesto ehelichen will. Begeistert von der Intrige und in der Absicht, dem Alten einen Denkzettel zu verpassen, stimmt sie dem Schwindel zu und geht scheinbar auf die Heiratspläne ein. Als der ahnungslose Ernesto von der geplanten Vermählung des Onkels erfährt, steigert sich sein Kummer über das verlorene Erbe zum Entsetzen.
Zur anschließenden Premierenfeier im Restaurant SZENARIO ist das Publikum herzlich willkommen.


Dirk Lauckes Stück „Vom Gefühl her: Fuck u!“ ist am Samstag um 19.30 Uhr in der Bühne am Park zu sehen. Wenn sich das Leben vor allem um die Droge dreht, ist alles andere zu viel – Arbeit, Schule, Freunde und erst recht: ein Baby. So geht es auch Jenny (Nolundi Tschudi). Ihr Kind kommt aufgrund ihrer Drogenabhängigkeit zu früh auf die Welt und liegt im Brutkasten. Während Jenny vor allem mit sich selbst beschäftigt ist, versucht ihr Freund Nico (Johannes Emmrich) händeringend, alles in den Griff zu bekommen. Umso enttäuschter ist der junge Vater, als Jenny aus dem Krankenhaus zu Nicos Freund und Arbeitskollegen Kevin (Manuel Struffolino) flüchtet. Beide konsumieren Crystal Meth, die Droge, die scheinbar unendlich viel Energie bringt und doch das Leben der Teenager aus den Fugen geraten lässt. Kevins kleine Schwester Sam (Michaela Dazian) beobachtet das Chaos, in das die junge Familie gerät. Nico versucht zu retten, was noch zu retten ist. Und dabei hat das Baby noch nicht einmal einen Namen …

Bereits 40 Jahre ist es her, dass die Orgel im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera eingeweiht worden ist. Im Zuge von baulichen Änderungen wurde der Saal 1977 mit einer Konzertorgel, einem seltenen Instrument des Orgelbauers Sauer, ausgestattet. Anlässlich dieses festlichen Jubiläums veranstaltet Theater&Philharmonie Thüringen eine Reihe klangvoller Konzerte, in denen das gefeierte Schmuckstück im Mittelpunkt stehen wird. Den Auftakt bildet am Sonntag, 22. Oktober, um 11:00 Uhr das Festliche Orgel- und Chorkonzert. Im Rahmen dieses Benefizkonzerts der Gesellschaft der Theater- und Konzertfreunde Gera e. V. musiziert Benjamin Stielau an der Orgel, während er von den klangvollen Stimmen des Kinder- sowie Mädchenchores des Goethe-Gymnasiums/ Rutheneum seit 1608 (Musikal. Ltg.: Peter Hoche/ Dr. Alexander Köhler) unterstützt wird. Es werden u. a. Stücke von Nicolas de Grigny, Max Reger sowie César Franck für Orgel solo erklingen. Der Kinderchor musiziert gemeinsam mit dem Organisten den Fest-Hymnus op. 20 von Carl Piutti. Der Mädchenchor bringt Kompositionen von Léo Delibes, John Dowland sowie verschiedene internationale Volksweisen zu Gehör.

Über den Autor:

Projektleiter bei Plakatwerbung in Gera und gera.digital (was geht in gera), Geschäftsführer bei Plakatzentrale - Pohland & Vollhardt GbR

Hinterlassen Sie einen Kommentar