Theatertipps zum Wochenende

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Theatertipps zum Wochenende

Von |2017-12-01T18:38:11+00:001 Dezember 2017|Kategorien: Theater|Tags: , , , |

2017 wird das Puppentheater in Gera wieder zu einem ganz besonderen, individuell und mit viel Hingabe und Liebe gestalteten Adventskalender. Die von Puppentheaterleiterin Sabine Schramm bei Theater&Philharmonie Thüringen ins Leben gerufene Aktion findet – nach einer Pause 2016 – damit bereits zum sechsten Mal statt.
Vom 1. bis 23. Dezember wird sich wieder täglich um 17.00 Uhr die Tür zum Haus am Gustav-Hennig-Platz öffnen, am 24. Dezember bereits um 11.00 Uhr. Überrascht werden kleine und große, alte und junge Zuschauer mit phantastischen, kuriosen, komischen und großartigen Darbietungen und Mitmachaktionen von Sängern, Tänzern, Musikern, Schauspielern, Puppenspielern und weiteren Mitarbeitern von Theater&Philharmonie Thüringen. Puppentheaterleiterin Sabine Schramm verwandelt sich wieder in einen Weihnachtsengel und wird die Gäste begrüßen. Der Eintritt ist frei.
Das Theater weist vorab daraufhin, dass Kinderwagen nicht mehr im Puppentheater untergestellt werden können und aus feuerpolizeilichen Gründen die Platzkapazität auf 120 Personen im Foyer beschränkt ist.
Spenden werden in diesem Jahr für LIBERARE e.V. mit dem Projekt „Sags weiter“ – Proaktive Kinder- und Jugendberatung in Fällen häuslicher Gewalt gesammelt.



Die jüngste Stückentwicklung der TheaterFABRIK „Seven Sins“ hat am 1. Dezember um 20 Uhr in der Tonhalle Gera Premiere. Die nächsten Vorstellungen sind gleich am 2. und 3. Dezember, ebenfalls 20 Uhr. Als man den Menschen mit der Hölle noch Angst machen konnte, waren die Sieben Todsünden für die katholische Kirche ein probates Mittel, um dem Homo Sapiens Angst einzujagen und ihn zu moralisch vertretbarem Verhalten zu veranlassen.Heute allerdings wird mit dem Motto „Geiz ist geil“ geworben, Neid wird zu einer Charaktereigenschaft, die vermeintlich den Menschen antreibt und Hochmut dient dazu die eigenen Abgründe schlicht nicht wahrhaben zu wollen und keiner muss deshalb mehr den Ort der Finsternis fürchten. Das buntgemischte Ensemble der TheaterFABRIK im Alter von 16 – 57 Jahren unter der Regie von Nanna Przetak hat sich die sieben Todsünden vorgenommen, diese auf die heutige Lebenswirklichkeit bezogen und auf den Prüfstein gelegt. Das Ergebnis ist ein „sündhafter Reigen“ wie es im Untertitel heißt. Ein Reigen, der das Ringen um Glück und die Unmöglichkeit Mensch zu sein, mal humorvoll, mal ernst, mal übertrieben darstellt, um dann die gewonnenen Erkenntnisse im nächsten Augenblick wieder zu verwerfen. Mit Mitteln des Bewegungstheaters, klassischem Schauspiel und mit eindrücklichen Bildern versehen, erwartet den interessierten Zuschauer ein Abend voller Fragen, deren Beantwortung das Ensemble der TheaterFABRIK, nach eigener Aussage, „vertrauensvoll in die Hände des Publikums legt“.

Märchenhaftes
„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ hat das Puppentheater auch in dieser Vorweihnachtszeit wieder auf dem Spielplan im Haus am Gustav-Hennig-Platz in Gera: an diesem Wochenende am Samstag um 15 Uhr und am Sonntag um 10 Uhr. Das Märchen von Aschenbrödel inspirierte viele Schriftsteller. Die Tschechin Božena Němcová (1820-1862) schuf mit ihrer Adaption die Vorlage für eine der populärsten Märchenverfilmungen. Die Regisseurin und Autorin Gabriele Hänel erzählt in ihrer Fassung fürs Puppentheater für Kinder ab 5 Jahren vom Mut eines Mädchens, sich gegen die Verbote der Familie aufzulehnen und die Möglichkeiten des Lebens selbst zu entdecken. Sie nutzt einige Zutaten des Films: Das ist besonders das Kennenlernen von Prinz und Aschenbrödel im Winterwald noch vor dem Ball auf dem Schloss. Aber alles spielt nicht in „einer alten Zeit“, sondern in einem märchenhaften Heute. Mit den Mitteln des Marionettentheaters zaubert Gabriele Hänel gemeinsam mit Ausstatter Christian Werdin die Kulissen des Ballsaales und Waldes auf die Bühne und lässt die Puppen zu bekannten Melodien schweben. Es spielen Marcella von Jan, Lys Schubert und Tobias Weishaupt. Ein Mädchen lebt seit dem Tod der Mutter mit seiner strengen Stiefmutter und seinen verwöhnten Stiefschwestern zusammen. Es muss die Hausarbeit allein erledigen und wird abfällig Aschenbrödel genannt. Aber die Tiere sind Aschenbrödels Freunde: der Apfelschimmel Niklas, die Hauskatze, die Eule Rosalie und der treue Taubenschwarm helfen ihr. Mit ihnen kann sie sprechen. Als die Stiefschwestern Samt und Seide bekommen, um sich für den Ball auf dem Schloss zu putzen, bleiben Aschenbrödel nur drei Haselnüsse, die aber ganz besondere Zauberkräfte entfalten….
„Aladdin und die Wunderlampe“ ist eine der bekanntesten Geschichten aus dem Erzählband „Märchen aus 1001 Nacht“. Wir begegnen in diesem orientalischen Märchen, das das Schauspielensemble zeigt, einem bösen Zauberer, der einen finsteren Plan verfolgt: Mithilfe einer magischen Öllampe will er den Sultan stürzen und sich selbst zum Herrscher von Bagdad erheben. In der Wunderlampe soll nämlich ein sagenumwobener Geist wohnen, der dem Träger der Lampe drei Wünsche erfüllt. Der Zauberer schickt den Straßenjungen Aladdin, ihm diese magische Lampe aus einer Höhle zu holen. Doch der Plan misslingt und plötzlich steht Aladdin allein in der Wüste – aber in seinem Besitz befindet sich ja die Wunderlampe mit dem darin gefangenen Dschinn. Zusammen mit diesem Flaschengeist erlebt Aladdin das größte Abenteuer seines Lebens und kommt seiner heimlichen Liebe, der wunderschönen Prinzessin Bedrulbudur, immer näher…. Für die Vorstellung am Sonntag, 3. Dezember um 16 Uhr im Großen Haus gibt es noch wenige Karten. Weitere Vorstellungen für Familien: am 17. u. 24. Dez. 11 Uhr, am 25. Dez. 16 Uhr und 28. Dez. 18 Uhr.

Weihnachtskonzerte
Am Samstag um 15 Uhr lädt die Musikschule „Heinrich Schütz“ Gera zum Konzert zum Advent in den Konzertsaal ein. Am Sonntag um 19.00 Uhr gehört der Konzertsaal dem Goethegymnasium / Rutheneum seit 1608 für sein Weihnachtskonzert.



Die Premiere der Komödie „Venedig im Schnee“ am Sonntag, 3. Dezember, um 18 Uhr setzt den Schlusspunkt am Wochenende. Damit hält ein französischer Kassenschlager in der Bühne am Park Einzug. Dr. Klaus Hoser wird diese Gratwanderung zwischen Boulevardkomödie und Gesellschaftssatire inszenieren. Bühne und Kostüme entwirft Mathias Rümmler. In den Rollen: Ines Buchmann (Nathalie), Nolundi Tschudi (Patricia), Maximilian Popp (Christophe) und Thorsten Dara (Jean-Luc).
Als Jean-Luc in Paris zufällig seinem alten Studienkollegen Christophe begegnet, lädt er ihn und seine Freundin spontan zum Abendessen in seine Wohnung ein. Diese hat er gerade mit seiner Freundin Nathalie frisch bezogen. Die Renovierungsarbeiten sind noch nicht gänzlich abgeschlossen, aber dennoch möchte das verliebte Paar stolz die neue Heimstätte präsentieren. Doch Jean-Luc ahnt nicht, welche Gäste er sich ins Haus geholt hat! Während er und Nathalie in harmonischen Zärtlichkeiten schwelgen, hat es zuvor bei Christophe und seiner Freundin Patricia ordentlich gekracht. Patricia nämlich hat überhaupt keine Lust, den Abend mit fremden Leuten und Smalltalk zu
verbringen. Kurzerhand entschließt sie sich, gar nicht zu sprechen. Ihre Schweigsamkeit löst bei den Gastgebern Irritationen aus. Das glücklich-naive Pärchen mutmaßt schließlich, dass Patricia Ausländerin sei. Gerne nimmt die zornige Freundin dieses Missverständnis auf und entwickelt eine diabolische Freude daran, die Grenzen der Gastfreundschaft und Toleranz von Jean-Luc und Nathalie auszuloten.

Über den Autor:

Projektleiter bei Plakatwerbung in Gera und gera.digital (was geht in gera), Geschäftsführer bei Plakatzentrale - Pohland & Vollhardt GbR

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