Theatertipps zum Wochenende 9. – 11. Dez.

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Theatertipps zum Wochenende 9. – 11. Dez.

Von |2016-12-07T05:04:10+00:007 Dezember 2016|Kategorien: Theater|Tags: , |

Neun Spieler aus dem Ensemble der TheaterFABRIK haben sich unter der Leitung von Peter Przetak in die Sümpfe der Gier gestürzt und ihr Projekt eine raffgierige Schlammödie getauft. Ihre Fassung von Molières Komödie „Der Geizige“ ist am Freitag, Samstag und Sonntag, jeweils 20 Uhr in der Tonhalle zu sehen.
Dass der Geiz eines der verlässlichsten Anzeichen tiefen Unglücklichseins ist, wurde bereits von Franz Kafka konstatiert. Ob Harpagon, der Protagonist und Archetyp des Geizes, den Molière ersonnen hat, wirklich unglücklich ist, wer weiß? Dass er jedoch seine Dienstboten, seine Kinder und sogar seine Pferde, denen er die Streu aus dem Trog frisst, mit seiner Knickrigkeit ins Unglück stürzt, ist Stoff einer Komödie, die sich seit 368 Jahren auf den Spielplänen der Theater hält. Und das nicht umsonst. Denn das Thema Geiz und Gier treibt die Menschen um seit… Ach eigentlich schon immer.
Drei Monate haben sich die jungen Menschen mit den Mitteln der Commedia dell´arte und mit der Sprechkunst beschäftigt, um nun dem Geraer Publikum unter Beweis zu stellen, dass Großzügigkeit eine vielleicht vergessene aber erstrebenswerte Tugend ist.

In der Bühne am Park ist am Samstag um 16 Uhr und am Sonntag um 11 Uhr Musiktheater für Kinder ab 5 Jahren und ihre Familien zu erleben: „Gold!“ heißt das besondere Stück nach dem Märchen „Der Fischer und seine Frau“ der Brüder Grimm. Die Besetzung mit einer Sängerin und einem Schlagzeuger wirkt auf den ersten Blick sehr eigenwillig, aber dem Komponisten Leonard Evers gelingt es, eine vielfältige und farbenfrohe Musik zu entwickeln, und was die Mezzosopran Anna Harvey singend und spielend vorführt, macht einfach Freude. Und Antonino Secchia am Schlagwerk ist einfach ein Tausendsassa, der begeistert!
Jacobs Familie lebt in bescheidenen Verhältnissen. Eines Tages fängt der Junge einen Fisch, der sprechen kann. Der Butt verspricht Jacob die Erfüllung seiner Wünsche, wenn er ihn wieder ins Meer wirft. Jacob lässt den Fisch am Leben und wünscht sich zunächst Schuhe, doch seine Eltern wollen mehr: eine Villa, ein Schloss … Aber wird die Familie dadurch glücklicher?

Das Puppentheater zeigt seine neueste Inszenierung „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ am Wochenende gleich dreimal: am Samstag um 15 Uhr und am Sonntag um 10 Uhr und aufgrund der großen Nachfrage noch einmal um 15 Uhr. Mit den Mitteln des Marionettentheaters zaubert Regisseurin Gabriele Hänel gemeinsam mit Ausstatter Christian Werdin das bekannte Märchen der Brüder Grimm auf die Bühne. Dabei greift sie Motive und Musik aus dem beliebten Märchenfilm auf. Es spielen Marcella von Jan, Lys Schubert und Tobias Weishaupt.

„Klassik bei Kerzenschein“ ist am Samstag, 10. Dezember, um 19:30 Uhr, im Konzertsaal der Bühnen der Stadt angesagt. Thomas Wicklein und das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera laden in der beliebten Reihe zu einem märchenhaften Winterkonzert in der Weihnachtszeit ein. „Vorfreude, schönste Freude“ ist das Programm mit Werken von Johann Sebastian Bach, Joseph Haydn, Engelbert Humperdinck u. v. a. überschrieben.
Der Dirigent Thomas Wicklein, der wiederum auch als charmanter Moderator fungiert, hat sich junge Gäste zur Gestaltung des Programms eingeladen. An seiner Seite musizieren Schüler der Musikschulen „Heinrich Schütz“ Gera und der des Landkreises Altenburger Land sowie das Blockflötenensemble der Musikschule Gera. Neben populären Kompositionen haben die Schüler unbekanntere Werke einstudiert und erfreuen die Zuhörer mit Klängen quer durch die Epochen. Ausschnitte aus Tschaikowskis Ballett „Der Nussknacker“ – getanzt von den jungen Tänzern des Kinder- und Jugendballetts – versprechen ein Augenschmaus des Abends zu werden.

Wer vergangene Spielzeit die Rockerette „Barbarossa ausgeKYFFt“ von Olav Kröger (Musik) und Manuel Kressin (Libretto) in der Regie von Schauspieldirektor Bernhard Stengele verpasst hat, bekommt jetzt noch einmal die Chance, dieses vergnügliche Spiel zu sehen: am Sonntag, 11. Dezember, um 14.30 Uhr, im Großen Haus.
Es ist eine musikalische Satire, die auf Mythen, Legenden und historischen Ereignissen um den Staufferkaiser Friedrich II. beruht, aktuelle Themen märchenhaft aufgreift und ein nicht zu überbietendes Happyend bereithält! Hier kann man humorvolles politisches Theater erleben!
Das Schauspielensemble von Theater&Philharmonie Thüringen erweist sich als flotte Musicaltruppe mit kabarettistischen Qualitäten.
Nach über 800 Jahren Schlaf erweckt die Partei „Deutschland Voran“ Barbarossa aus dem Kyffhäuserstein, um ihn als Kanzlerkandidaten für die nächste Wahl zu benutzen. Der aufgeweckte Altkaiser aber hat ganz anderes im Sinn: er sehnt sich nach seiner Liebe von einst ….

Karten sind an den Theaterkassen erhältlich, telefonische Reservierungen unter 03447-585177 oder 0365-8279105.
Die Kassen in der jeweiligen Spielstätte öffnen eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Über den Autor:

Projektleiter bei Plakatwerbung in Gera und gera.digital (was geht in gera), Geschäftsführer bei Plakatzentrale - Pohland & Vollhardt GbR