Theatertipps zum Wochenende

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Theatertipps zum Wochenende

Von |2018-01-20T07:48:11+00:0020 Januar 2018|Kategorien: Theater|Tags: , |

Das Schauspielensemble bringt Tennessee Williams‘ Drama „Endstation Sehnsucht“ auf die Bühne. Die Geraer Premiere ist am  Freitag, 19. Januar, um 19.30 Uhr im Großen Haus. Die nächste Vorstellung ist gleich am Samstag, 20. Januar um 19.30 Uhr. Danach ist nur noch eine weitere Vorstellung am Freitag, 26. Januar, 19.30 Uhr geplant.
Regie führt Akillas Karazissis. Der renommierte griechische Schauspieler und Regisseur inszenierte bereits Garcia Lorcas BLUTHOCHZEIT bei Theater&Philharmonie Thüringen. Bühne und Kostüme entwarf Kathrin Krumbein, die zuletzt u. a. am Staatstheater Main und für die Theater Luzern und Aachen arbeitete. In den Rollen: Katerina Papandreou (Stella Kowalski), Anne Diemer (Blanche du Bois), Manuel Struffolino (Stanley Kowalski), Thorsten Dara (Harold Mitchell), Öykü Oktay (Eunice Hubbel), Johannes Emmrich (Steve), Yasin Baig (Pablo), Manuel Kressin ( Ein Arzt), Mandy Röhr (Eine Krankenschwester), Johannes Emmrich (Ein junger Kassierer), Öykü Oktay (Eine Mexikanerin).
Tennessee Williams’ (1911-1983) Drama wurde 1947 mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet und zählt zu den bekanntesten Werken des namhaften US-amerikanischen Autors. Die Verfilmung 1951 mit Marlon Brando als Stanley und Vivien Leigh als Blanche DuBois wurde mit dem Oscar prämiert.
Das Drama beschreibt die Flucht einer Verzweifelten in den Wahnsinn. Als soziale und psychologische Studie verfolgt es die Selbstzerstörung Blanches.
Blanche DuBois fährt zu ihrer Schwester Stella nach New Orleans. Als sie ankommt, ist sie von den proletarischen Verhältnissen, in denen Stella lebt, schockiert. Auch Stellas Mann Stanley entspricht gar nicht Blanches Vorstellungen. Stanley ist eher grob geschnitzt. Er vergnügt sich mit seinen Kumpels bei Poker, Bowling und Alkohol. Blanches Allüren und ihr Stolz auf ihre Zugehörigkeit zu der mittellosen, aber altehrwürdigen Oberschicht der Südstaaten wiederum bringen Stanley in Rage. Entsprechend entwickeln sich Spannungen zwischen Stanley und Blanche. Und dann stellt sich heraus, dass Blanche die Reise zu ihrer Schwester nicht ohne Grund angetreten hat: Das Elternhaus der Schwestern, „Belle rêve“, ist verloren, als Lehrerin wurde sie entlassen und aus der Stadt gewiesen. Doch diese Wirklichkeit ist für Blanche unerträglich. Sie verfängt sich mehr und mehr in den Fäden, die sie zwischen Realität und Fantasie spannt. Als Stanley dann die Gründe für ihr Unglück erfährt, hat er gegen Blanche ein entscheidendes Druckmittel. Vom Trauma ihrer Vergangenheit eingeholt und nach dem erfolglosen Versuch mit Harold Mitchell neu anzufangen, flüchtet Blanche sich zunehmend in den Wahnsinn.


„Rotkäppchen“ steht am Samstag, 20. Januar, um 19.30 Uhr in der Reihe Puppenspielkunst für Erwachsene auf dem Spielplan im Puppentheater Gera. Lys Schubert spielt das Märchen der Brüder Grimm einmal für die großen Märchenfreunde. Dabei lässt die ehemalige Kabarettistin manchen speziellen Gag für Erwachsene einfließen.

Am Sonntag, 21. Januar, um 18.00 Uhr ist  letzte Gelegenheit die beiden hebräischen Kammeropern „Saul in Ein Dor“ und „Die Jugend Abrahams“ nach Stoffen aus dem Alten Testament in der Bühne am Park zu erleben. Dazu unterbreitet Theater&Philharmonie Thüringen die Offerte TheaterJOKER, d.h. jede Karte kostet 8,- Euro. 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn gibt es eine Einführung.
Neben den beiden Sängern aus dem Musiktheaterensemble János Ocsovai (Saul/ Abraham) und Alejandro Lárraga Schleske (Samuel/ Terach, Abrahams Vater) agiert als Gast die in Israel geborene Mezzosopranistin Ayala Zimbler-Hertz (Die Frau). Den Part des Sprechers hat der Schauspieler Peter Prautsch. Mitglieder der jüdischen Gemeinde Erfurt übernehmen Aufgaben als Statisten. Mitglieder des Philharmonischen Orchesters spielen unter Leitung von Laurent Wagner, am Klavier Yuka Beppu.
Josef Tals halbstündige, 1955 in Israel uraufgeführte opera concertante „Saul in Ein Dor“ handelt vom Besuch König Sauls bei der Wahrsagerin, die dem von Gott Verlassenen das baldige Ende ankündigt und beruht auf einem Stoff aus der Bibel (1. Samuel 28, 3-25). Michail Gnesins Opus „Die Jugend Abrahams“ dramatisiert eine Episode aus der legendenartigen Aggada. Geschildert wird Abrahams geistiges und spirituelles Erwachen in der Isolation einer Höhle, in der ihn sein Vater Terach vor dem Kindermord durch König Nimrod bewahren kann. Deshalb muss Abraham seine Jugend allein verbringen, ohne die prägenden Erfahrungen natürlicher Zyklen und Kommunikation. Michael Dissmeiers Inszenierung bei Theater&Philharmonie Thüringen ist die Uraufführung des 1922/23 entstandenen Werks.

Über den Autor:

Projektleiter bei Plakatwerbung in Gera und gera.digital (was geht in gera), Geschäftsführer bei Plakatzentrale - Pohland & Vollhardt GbR

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