Zum Reformationsjahr 2017

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Zum Reformationsjahr 2017

Von |2017-10-19T16:56:55+00:0019 Oktober 2017|Kategorien: Theater|Tags: , |

Das 3. Philharmonische Konzert bei Theater&Philharmonie Thüringen am 1. und 2. November im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera und am 3. November im Landestheater Altenburg steht ganz im Zeichen des Reformationsjahres 2017. Konzertbeginn ist jeweils 19.30 Uhr, bereits 18.45 Uhr lädt Konzertdramaturgin Laura Knoll zur Einführung ein.
Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera und der Konzertchor des Goethe-Gymnasiums/ Rutheneum seit 1608 – in der Choreinstudierung von Christian K. Frank – musizieren unter der Leitung von Generalmusikdirektor Laurent Wagner. Die Solisten sind Emma Moore und Miriam Zubieta (Sopran) und Martin Lattke (Tenor).

Martin Luther rückte den Gemeinde- und Chorgesang ins Zentrum des Gottesdienstes und schuf so die Voraussetzungen für Bachs spätere Tätigkeit als Kantor und Organist. Durch das Werk Bachs wiederum sind fast alle Luther-Lieder heute noch bekannt. Das Musikalische Opfer ist eine berühmte Sammlung kunstvoller, meist kontrapunktischer Sätze. Kernstück ist das sechsstimmige Ricercar, dessen altertümlicher Name eine Vorform der Fuge bezeichnet. Webern hat das ursprünglich für Cembalo konzipierte Stück 1935 für Orchester bearbeitet. Dabei kreierte er eine eigene Lesart der Komposition: „Meine Instrumentation versucht, den motivischen Zusammenhang bloß zu legen. Das war nicht immer leicht. Natürlich will sie darüber hinaus andeuten, wie ich den Charakter des Stückes empfinde.“

Wenige Kirchenlieder erfreuen sich derartiger Berühmtheit wie „Ein feste Burg ist unser Gott“, dessen Musik und Text von Martin Luther stammen. Nicht nur aufgrund dieser Autorschaft ist es untrennbar mit Luthers Kirchenreform verbunden – Heinrich Heine nannte es gar die „Marseiller Hymne der Reformation“. Die einprägsame Melodie fand Eingang in zahlreiche Kompositionen, so in das „heroisch-dramatische Tonstück in Ouvertürenform“, wie es Raff selbst bezeichnete. Mit seiner romantischen Tonsprache ist das Stück eine reizvolle Variation des traditionellen Chorals.


Eine Einordnung von Mendelssohns einzigartiger Komposition Lobgesang in eine bestimmte Gattung fällt denkbar schwer; sie wird sowohl als seine zweite Sinfonie wie auch als Sinfoniekantate bezeichnet. Entstanden anlässlich des 400-jährigen Jubiläums der Erfindung des Buchdrucks, beginnt das Werk mit drei instrumentalen Sätzen. Darauf folgt eine Kantate auf Bibeltexte, die der Komponist selbst zusammenstellte. Dabei waren ihm drei Themen besonders wichtig: das Lob Gottes, Gottes Treue sowie der Aufstieg des Volks Gottes aus dem Dunkel ins Licht.

Karten an der Theaterkasse, telefonische Reservierungen unter0365-8279105 oder 03447-585177.

 

Programm:
Johann Sebastian Bach (1685-1750)/ Anton Webern (1883-1945):
Fuga (Ricercata) a 6 voci aus Musikalisches Opfer BWV 1079
Joseph Joachim Raff (1822-1882):
Ouvertüre Ein feste Burg ist unser Gott op. 127
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847):
Sinfoniekantate Lobgesang op. 52 für Soli, Chor und Orchester

Über den Autor:

Projektleiter bei Plakatwerbung in Gera und gera.digital (was geht in gera), Geschäftsführer bei Plakatzentrale - Pohland & Vollhardt GbR

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